Veranstaltung

Ehrenpreis an Volker Schlöndorf

Im Zuge des 22. Festivals des Deutschen Films findet zusammen mit der Filmvorführung von "Rückkehr nach Montauk" die Verleihung des "Ehrenpreises des Festivals 2026" an Volker Schlöndorff statt.

Festival des deutschen Films

Hannelore-Kohl-Promenade
67061 Ludwigshafen

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Ehrenpreis an Volker Schlöndorf

© Ella Knorz

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ABEND DER VERLEIHUNG DES „EHRENPREISES DES FESTIVALS 2026“ AN VOLKER SCHLÖNDORFF


18.30 Uhr – Zeltkino B
Laudatio und Filmvorführung von „Rückkehr nach Montauk“, ca. 20.30 Uhr Bühnengespräch im Gesprächszelt am Rheinufer mit Volker Schlöndorff

 

RÜCKKEHR NACH MONTAUK

 

Die autobiographische Erzählung „Montauk“ von Max Frisch liefert die Vorlage, das Drehbuch schrieb Volker Schlöndorff zusammen mit dem irischen Schriftsteller Colm Tóibín: Ein Schriftsteller macht eine Lesung aus seinem neuen Werk. Und weil Stellan Skarsgård ihn spielt, hört man gerne auch länger zu. Manchen Filmkritikern war das übrigens 2017 damals zu lang, dabei entsteht genau dadurch erst die Chance, zu verstehen, um was es geht, oder sagen wir gehen könnte, wenn es nicht so viele Ebenen hätte ... Geht es um eine Liebe damals, die zerbrochen ist und der Autor weiß nicht mehr woran? Oder geht es um die Zeit, die seitdem vergangen ist? Geht es um das Leben, das unaufhaltsam fortschreitet? Immerhin geht es um ein Wochende damals mit der Anwältin Rebecca im Küstenörtchen Montauk an der amerikanischen Westküste und um das unheimliche Gefühl des Schriftstellers, dies könnte die große Liebe gewesen sein. Zugleich lebt genau dieselbe Frau im Hier & Heute, in dem der Schriftsteller die Reise wiederholen will und vielleicht auch die Liebesgeschichte von einst, aber sie lebt in großem Kontrapunkt nüchtern und realistisch, steht ganz im Leben und ist eben nicht, wie sie vermutet, eine schöne Romanfigur. Es ist ein Meisterwerk Schlöndorffs über die Bedeutung der Phantasie in der Kunst, in dem er das wagt, was gewöhnlich nur die Literatur vermag und Max Frisch natürlich vermochte: In ein und derselben Szenerie das äußerlich Sichtbare und die innere Wirklichkeit zugleich zu zeigen.

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