Literatur ist in Heidelberg allgegenwärtig. Beim Spaziergang durch die Stadt findet man an jeder Ecke Buchhandlungen, Antiquariate, Verlage und Bibliotheken. Es vergeht kaum ein Tag ohne literarische Veranstaltung, kein Sommer oder Herbst ohne Literaturfestivals, kein Jahr ohne literarische Preisträger. Ein Blick in die lebendige Autoren-, Übersetzer- und Theaterszene zeigt die hohe literarische Produktivität in der Neckarstadt. Auch für die Zukunft setzt Heidelberg alles daran, Literatur zu stärken. Bereits seit dem 1. Dezember 2014 ist die Stadt offizielles Mitglied im "UNESCO Creative Cities Netzwerk" als "UNESCO City of Literature".
Heidelberg hat eine lange literarische Tradition. Neben der Bibliotheca Palatina befindet sich in der Stadt die größte mittelalterliche Sammlung deutscher Minnelieder, der Codex Manesse. Sie wird in der Universitätsbibliothek aufbewahrt. Dichterinnen und Dichter wie Gottfried Keller, Joseph Viktor, Joseph von Eichendorff, Mark Twain, Stefan George, Hilde Domin und Martin Opiz wirkten in Heidelberg oder widmeten Heidelberg Werke. Friedrich Hölderlin, Clemens Brentano und Achim von Arnim gehören zu den bekanntesten Vertretern der Heidelberger Romantik. Die 1386 gegründete Ruperto Carola ist die älteste Universität Deutschlands und eine der forschungsstärksten in Europa. An ihr wirkten in jüngerer Zeit beispielsweise Max Weber, Karl Jaspers und Hans-Georg Gadamer.
Aktuell leben etwa 120 Autor*innen in Heidelberg und Umgebung, dazu viele Übersetzer*innen. Rund 50 Verlage sind in Heidelberg ansässig – die Stadt gehört mit rund 1,3 Verlagen und 1,5 Buchhandlungen auf je 10.000 Einwohner zu den deutschen Städten mit der höchsten diesbezüglichen Pro-Kopf-Verteilung.
Preise:
Clemens-Brentano-Preis für Literatur der Stadt Heidelberg (jährlich)
Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil (alle drei Jahre)
Übersetzerpreis Ginkgo-Biloba für Lyrik
Heidelberger Autor:innenpreis
Kinderbuchpreis Heidelberger Leander
Kurzgeschichtenwettbewerb “Eine Stadt schreibt”