› Hinter der eleganten Fassade der Kunsthalle verbirgt sich ein eindrucksvolles Inneres. Herkömmliche Vorstellungen von Museen haben die Planer des Hamburger Architekturbüros gmp über Bord geworfen. Kein typischer Kunsttempel ist auf dem Reißbrett entstanden, sondern ein Ort, an dem urbanes Leben pulsieren soll. Dafür haben die Architekten im Gebäude ein Geflecht aus Straßen, Brücken, Passagen, Terrassen, Balkonen und einem Dachgarten geschaffen. Das Ambiente soll zum Flanieren und Verweilen einladen. Herzstück ist ein lichtdurchflutetes Atrium mit Glasdach: 21 Meter hoch und 700 Quadratmeter groß.

Eine Referenz zu Mannheim besteht schon durch die Planungsidee. Sieben Kuben nehmen Bezug auf den historischen Quadrate-Grundriss Mannheims. Sie gruppieren sich um das Atrium, zu dem auch Besucher ohne Eintrittskarte Zugang haben, sodass ein öffentlicher Ort entsteht. Insgesamt 13 große Ausstellungsräume werden in Zukunft die Kunst beherbergen. Neun von ihnen und dazu zwei Terrassen sind allein für die eigene Sammlung reserviert, die unter jährlich wechselnden Themen präsentiert wird. Das berühmteste Werk der Kunsthalle „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ von Edouard Manet bekommt eine feste Bleibe. In der Nachbarschaft zu Wasserturm und Rosengarten entsteht eine spektakuläre Architektur: Die Nutzfläche ist so groß wie zwei Fußballfelder, nämlich rund 13.000 Quadratmeter. Knapp die Hälfte davon wird für Ausstellungen genutzt.

Bild-Informationen
Die Kunsthalle Mannheim von außen. Foto: HG Esch

Kunsthalle Mannheim

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