Künstlerporträt Daniel Ottensamer

 

 „Der schönste Beruf der Welt“

Als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker konzertiert ­Daniel Ottensamer in den wichtigsten Musikzentren der Welt. Als Mitglied der Philharmonix begibt er sich auf ­Grenzgänge ins unterhaltsame Fach. Das Künstlerporträt der BASF Kulturfabrik stellt den Österreicher in seiner ganzen Bandbreite vor.

Herr Ottensamer, in der kommenden Saison führt Sie Ihr Konzertkalender gleich vier Mal nach Ludwigshafen. Haben Sie eine Verbindung zur Metropolregion Rhein-Neckar? 

Tatsächlich fühle ich eine sehr enge Verbindung zu dieser Region, da meine ersten solistischen Auftritte hier stattfanden. Bei meinen Auftritten genieße ich sowohl die Herzlichkeit der Menschen als auch das Interesse an der klassischen Musik.

Ihr Vater und Ihr Bruder sind ebenfalls Soloklarinettisten bei den Wiener und bei den Berliner Philharmonikern respektive. Führte an der Klarinette bei Ihnen zu Hause kein Weg vorbei?

Mein Vater hat den Beruf des Klarinettisten positiv vorgelebt. Ich hatte immer das Gefühl, Klarinettist zu sein, ist der schönste Beruf der Welt. Daher führte für mich tatsächlich kein Weg daran vorbei, dieses Instrument zu erlernen. Meine Eltern haben aber keinen Druck ausgeübt. Die Wahl für den Musikerberuf fiel dann aufgrund meiner Begeisterung für das Musizieren.

Mit den Philharmonix bauen Sie Brücken zwischen Epochen und Stilen. Ist das für Sie ein Weg, den Kern der klassischen Musik zu bewahren und sie in die Zukunft zu führen?

Mit den Philharmonix wollen wir vor allem Spaß haben und Grenzen ausloten. Wir sind mit Begeisterung klassische Musiker, lieben aber auch andere Musik – und mit diesem Ensemble haben wir die Möglichkeit, diese Musik zu schreiben und sie dann mit unserem Publikum zu teilen. Wenn dies bewirkt, dass mehr Menschen in unsere Konzerte kommen, dann freuen wir uns darüber und hoffen, dass wir alle gemeinsam eine gute Zeit haben. 

Weitere Infos und Tickets zum Beethoven-Schwerpunkt unter www.basf.de/kultur

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Daniel Ottensamer / Foto: Andrej Grilc

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Franziska Hölscher & Friends / Foto: Astrid Ackermann

Beethoven_200

› Ludwig van Beethoven zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Musikgeschichte. Als Künstler, Freigeist und Humanist widersetzte er sich gesellschaftlichen Konventionen, aristokratischer Bevormundung und musikalischen Regeln. Auch Krankheiten und sein zunehmender Gehörverlust konnten seinen Schaffenswillen nicht brechen. Musikhistorisch markiert sein Werk den Übergang von der Klassik zur Romantik. Seine Musik ist kraftvoll, radikal und zutiefst menschlich – vielleicht berührt sie uns deshalb auch 200 Jahre nach seinem Tod noch unmittelbar.

In neun Veranstaltungen widmet sich die BASF Kulturfabrik dem Phänomen Beethoven. Einen zeitgenössischen Blick wagt die Schlagzeugerin Leonie Klein (Foto) mit der Uraufführung des interaktiven Hörspiel-Konzerts „BeethovenExotikum“. Zwischen Tradition und Experiment fragt es, was Beethoven uns heute noch zu sagen hat. ‹

Weitere Infos und Tickets zum Beethoven-Schwerpunkt unter www.basf.de/kultur


Auf Flügeln des Gesanges

Die Stimme gilt als ältestes Musikinstrument der Menschheit. Seit jeher begleitet der Gesang alle Kulturen – als Ausdruck von Freude, Gemeinschaft, Trauer und Trost. Zudem fördert Singen nachweislich Gesundheit und Wohlbefinden. Wer singt, atmet bewusster, trainiert Gedächtnis und Konzentration und setzt Glückshormone frei. Vor allem gemeinsames Singen schafft Verbundenheit und wirkt Einsamkeit entgegen. 

Unter dem Motto „Auf Flügeln des Gesanges“ feiert die BASF Kulturfabrik die menschliche Stimme. Im Feierabendhaus erklingen Bachs Weihnachtsoratorium, Beethovens neunte Sinfonie und Karl Jenkins’ „The Armed Man: A Mass for Peace“, ein eindringlicher Appell für Frieden und interreligiösen Dialog. 

Weitere Programmpunkte widmen sich dem Volkslied: Maybebop (Foto unten) und der Pop-Jazz-Chor VokalGenial interpretieren traditionelle Lieder neu. Die Singfluencerin Ida Barleben zeigt mit „Ein guter Tag“, wie Musik Kinder im Alltag stärkt. Bei zwei Sing-alongs schließlich kann das Publikum selbst erleben, welche Kraft im gemeinsamen Singen steckt – laut, ungezwungen und gerne auch einmal schräg.

Weitere Infos und Tickets zum Schwerpunkt “Auf Flügeln des Gesanges” unter www.basf.de/kultur

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Maybebop / Foto: Sven Sindt