› Was prägt uns und die Gesellschaft? Wie entstehen kulturelle Identität, Gemeinschaft und Verantwortung für kommende Generationen? Unter dem Motto „Prägung“ beschäftigen sich die Schwetzinger SWR Festspiele mit Wechselwirkungen zwischen Kunst, Geschichte und Gesellschaft. Dabei werden sie von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Gefeiert wird ein doppeltes Jubiläum: Im Jahr 1952 wurden sowohl die Festspiele als auch das Land Baden-Württemberg gegründet, und beide stehen für kulturelle Vielfalt, Innovationskraft und Offenheit. 

Unverwechselbare künstlerische Handschriften

Die Schwetzinger SWR Festspiele blicken dabei sowohl nach vorn als auch zurück: Künstlerische Persönlichkeiten, die das Festival über Jahrzehnte geprägt haben, kehren 2027 zurück, darunter der Geiger Gidon Kremer, der Pianist Christian Zacharias sowie das Klavierduo Katia und Marielle Labèque. Neben neuen Produktionen von Stars wie der Chansonsängerin Ute Lemper und des Tänzers Friedemann Vogel bereichern junge Ensembles wie das Dianto Reed Quintet, das Abchordis Ensemble oder Musica Antiqua Latina sowie das vision string quartet als Residenzensemble das Programm mit unverwechselbaren künstlerischen Handschriften.

Als Wiederentdeckung wird die komische Oper „L’amore artigiano“ von Florian Leopold Gassmann erstmals nach 255 Jahren wieder im Rokokotheater erklingen. Und für die große Uraufführung sorgen die (auch komponierende) Stargeigerin Patricia Kopatchinskaja und die Komponistin Agata Zubel mit ihrem neuen Stück „Bad News“, das sich mit der antiken Figur der Kassandra beschäftigt – ein hochspannendes Thema in unserer krisenerschütterten Zeit. 

Frauenpower in Schwetzingen

Die Frauenpower des Opernprogramms (auch Gassmanns glückliches Ende verdankt sich geballter weiblicher Initiative) setzt sich in zahlreichen Konzerten fort. Das Freiburger BarockConsort widmet sich prägenden Frauen der Musikgeschichte. Außerdem begegnet Bachs Musik lateinamerikanischen Traditionen und einer Jamsession, der Schauspieler Joachim Król erinnert in einem musikalisch-literarischen Programm an Roger Willemsen, die Sopranistin Julia Lezhneva und das Ensemble Salut Salon denken singend und spielend darüber nach, was Heimat heute bedeutet. Mit den Auftritten von SWR Ensembles und mit speziellen „SWR Kultur Tagen“ zeigt die Rundfunkanstalt, neben dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Schwetzingen Träger der Festspiele, höchste Präsenz. Und weil es dem Festivalteam ein zentrales Anliegen ist, Kunst möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, flankiert ein breites Vermittlungsangebot das hochkarätige Programm. 

„Seit 75 Jahren“, betont Festivalleiterin Cornelia Bend, „engagieren sich die Schwetzinger SWR Festspiele für musikalische Exzellenz, Opernraritäten, internationale Künstlerinnen und Künstler sowie den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag des SWR. Sie stehen somit exemplarisch für die kulturelle Strahlkraft Baden-Württembergs: regional verwurzelt, international vernetzt und geprägt von der Überzeugung, dass die Musik Menschen verbindet und Gesellschaft gestaltet.“ ‹

Schwetzinger SWR Festspiele
30. April bis 30. Mai 2027, Schloss Schwetzingen
schwetzinger-swr-festspiele.de

Tipp: Der Vorverkauf für die Schwetzinger SWR Festspiele beginnt am 04. Dezember 2026. Karten sind sowohl über SWRTicketservice.de als auch an allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen erhältlich.